Leistungen der Invalidenversicherung

Berufliche Massnahmen

  • Berufsberatung: Die kantonalen IV-Stellen prüfen den Anspruch auf eine Berufsberatung für Jugendliche mit einer Behinderung und für Erwachsene, die sich aufgrund einer Behinderung umorientieren müssen.
  • Erstmalige berufliche Ausbildung: Die Invalidenversicherung übernimmt diejenigen Kosten einer erstmaligen beruflichen Ausbildung, welche aufgrund einer Behinderung entstehen.
  • Umschulung: Die Invalidenversicherung übernimmt die Kosten einer Umschulung, wenn die versicherte Person wegen einer Behinderung ihre bisherige Tätigkeit nicht mehr oder nur noch teilweise ausführen kann.
  • Arbeitsvermittlung: Die kantonalen IV-Stellen verfügen über ein Kontaktnetz zu regionalen Arbeitgebern. Sie unterstützen und beraten versicherte Personen bei der Stellensuche.
  • Arbeitsversuch: Versicherte Personen und Arbeitgeber haben die Möglichkeit ein Arbeitsverhältnis während maximal sechs Monaten zu testen. Die Invalidenversicherung richtet weiterhin eine entsprechende Rentenleistung oder Taggeld aus.
  • Beratung und Begleitung: Nach erfolgreicher Vermittlung kann der versicherten Person wie auch dem Arbeitgeber während maximal drei Jahren Beratung und Begleitung durch eine IV-Fachperson zugesprochen werden.
  • Beiträge an Arbeitgeber: Die Invalidenversicherung entschädigt den Arbeitgeber für allfällige Risiken, die mit der Beschäftigung und Einstellung von Mitarbeitenden mit einer Behinderung entstehen können. So kann dem Arbeitgeber ein Einarbeitungszuschuss oder eine Entschädigung für Beitragserhöhungen ausgerichtet werden.
  • Beiträge für selbständig Erwerbende: Die Invalidenversicherung kann Kapitalhilfen für eine selbständige Erwerbstätigkeit vergeben, wenn gewisse Voraussetzungen gegeben sind.

Präventive Massnahmen

  • Früherfassung: Die Früherfassung kommt bei drohender Arbeitsunfähigkeit oder drohendem Arbeitsplatzverlust zum Einsatz. Eine Meldung erfolgt durch die versicherte Person oder meldeberechtigte Personen aus dem beteiligten Umfeld. Die Früherfassung dauert rund einen Monat. Dabei werden die medizinische, berufliche und soziale Situation sowie Zuständigkeiten geklärt.
  • Frühintervention: Mit der Frühintervention wird die Erhaltung eines bestehenden Arbeitsplatzes oder die Eingliederung an einem neuen Arbeitsplatz angestrebt. In der Regel wird ein Eingliederungsplan erstellt und entsprechende Massnahmen vereinbart. Eine Frühintervention dauert maximal sechs Monate. Danach wird geprüft, ob berufliche Massnahmen oder ein Rentenanspruch angezeigt sind.

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