Augenverletzungen

Augenverletzungen können alle Teile des Auges betreffen, vom Augenlid über die Tränenkanäle, die Bindehaut, Hornhaut oder Netzhaut bis zum Augapfel, den umgebenden Muskelsträngen und zum Sehnerv. Sie können in oberflächliche und perforierende (intraokulare) Verletzungen unterteilt werden.  
Zu den oberflächlichen Verletzungen zählen Beschädigungen der Augenlider, Prellungen sowie Fremdkörper, die lediglich in die Bindehaut oder unter den Lidrand gedrungen sind. Zu den perforierenden (intraokularen) Augenverletzungen gehören Schädigungen der Netzhaut, Hornhaut oder des Glaskörpers. Diese sind schwerwiegend und müssen operativ versorgt werden.

Ursachen

Ursachen für Augenverletzungen können verschiedene Arten von Unfällen und Fremdeinwirkungen sein, wie das Eindringen von Fremdkörpern (z.B. Metallpartikel, Sandkörner oder Insekten), stumpfe Schläge (z.B. durch einen Tennis-, Squash- oder Golfball, Sektkorken, Steine, Holzscheite oder einen Faustschlag), Schnitte (durch Fingernägel, falsch eingesetzte Kontaktlinsen oder zerbrochenes Glas), Hitze (Stichflammen, heisse Dämpfe oder Gase, kochendes Wasser oder Fett, glühendes Metall und Kohle), gefährliche Flüssigkeiten (Säuren und Basen) und Verblitzungen (ultraviolettes Licht oder Schweissflamme).

Symptome

Die Symptome sind je nach Verletzung unterschiedlich. Häufig sind tränende Augen, eine gerötete Bindehaut, Zwinkern und ein Fremdkörpergefühl. Je nach Verletzung haben die Betroffenen nebst Schmerzen Lidkrämpfe, sehen Doppelbilder, Blitze, schwarze Punkte oder einen „schwarzen Vorhang“. 

Behandlung

In den meisten Fällen handelt es sich um leichte Verletzungen, die ambulant behandelt werden können oder selbstständig abheilen. Etwa 15 Prozent der Fälle sind jedoch schwere Verätzungen oder Verletzungen des Augapfels, die operiert werden müssen und Komplikationen bis hin zur Erblindung nach sich ziehen können.
Bei Augenverletzungen ist es wichtig, rasch einen Augenarzt aufzusuchen.